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Vor meinem Fenster |
Der Aufbau des siebten Bildes folgt der Logik eines Diptychons: zwei unterschiedliche Farbflächen stehen miteinander im Dialog. Die Orestie des antiken Dichters Aischylos handelt von Schuld und Rache. Die linke rote Fläche bezieht sich auf die Blutschuld der Orestie, die rechte auf die Nacht, in der die Trauervögel eine Schnur in Hieroglyphen zerlegen. Eine dynamische Diagonale auf der linken Bildseite in dunklem, blutigem Krapplack korrespondiert mit zwei X – Formen, wobei die rechte einen Spiegel überkreuzt. Der Spiegel gibt die Realität verzerrt wieder. Sobald sich der Betrachter etwas bewegt, bewegt sich auch die Wiedergabe der Wirklichkeit. In der unteren Bildhälfte bestimmen Steine, Moos und welkes Laub die Komposition. |
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| Acrylfarbe, Textil, Erde aus Neuengamme, Asche, Steine, Moos, Blätter auf Leinwand, 158 x 83 cm | |